Sprintmeisterschaften Eschwege 2014

 

Der Ruderclub „Möve“ reiste zur diesjährigen Deutschen Sprintmeisterschaft nach Eschwege auf den Werratalsee mit insgesamt vier Booten an. Die beiden Sportlerinnen, die den Anfang machten, waren eine Woche zuvor noch bei den Landesmeisterschaften auf dem Werratalsee sehr erfolgreich gewesen und mit einigen Medaillen belohnt worden. Eine Woche später waren Wiebke Hanack und Emma Samek wieder am Start bei den Deutschen Sprintmeisterschaften. Samstags konnten die beiden ihren Vorlauf souverän gewinnen und sich so auf direktem Wege für das am Sonntag stattfindende A-Finale im Doppelzweier qualifizieren.

EschwegeIn einem deutlich größeren Starterfeld gingen die beiden Einer der Senior Männerklasse an den Start ihres Vorlaufrennens. Im ersten Vorlauf konnte Raphael Reiß seine Stärken ausspielen und gewann diesen mit einem Abstand von einer Sekunde zum zweitplatzierten Boot. Reiß qualifizierte sich damit direkt für das Halbfinale am Sonntag. Ganz so einfach hatte es der zweite Starter im Einer nicht. Alexander Wenzel konnte im Vorlauf nicht auf einen der ersten beiden Plätze fahren und nahm den Umweg über den Hoffnungslauf, bei dem er allerdings das Nachsehen hatte und sich nicht weiter für das Halbfinale qualifizieren konnte. Wenzel, der gleichzeitig in zwei Bootsklassen an den Start ging, musste mit seinen Mannschaftskollegen Andreas Thiem, Daniel Thiem und Frank Arnold im Senior Männer-Doppelvierer ebenfalls nach einem spannenden Vorlauf, den Umweg über den Hoffnungslauf nehmen, welchen sie allerdings mit einem zufriedenstellenden zweiten Platz beenden konnten und somit auch im Halbfinale standen.

Am Sonntagmorgen starteten dann die Halbfinalrennen, bei dem sich Reiß wie am Vortag überlegen durchsetzen konnte, einen ersten Platz einfuhr und sich somit mit der schnellsten Zeit der Halbfinals in das A-Finale, also der sechs schnellsten Einer-Ruderer der Seniorklasse auf 350 Meter, katapultierte. Der Senior Männer-Doppelvierer musste im Halbfinale ihre gesamte Leistungsfähigkeit abrufen, um auch in dieser Bootsklasse den Einzug ins A-Finale zu komplettieren. Nach einem an Spannung kaum zu übertreffenden Rennen mit Zielfotoauswertung, belegten die Männer aus Grossauheim einen guten dritten Platz und durften sich somit als drittplatziertes Boot über den Einzug ins A-Finale der Doppelvierer freuen. Das heißt, auch sie gehören zu den sechs schnellsten Booten über die 350m-Distanz.

Im ersten A-Finale des Tages konnten die beiden Juniorinnen Samek und Hanack ihre physische Stärke gegenüber den gegnerischen Booten ausspielen und schoben sich mit kräftigen Ruderschlägen über die 350m Strecke. Ein weiteres Boot, welches aus Düsseldorf angereist war, hatte am Ende aber die Bugspitze vor dem Boot aus Grossauheim und so konnten sich Samek und Hanack in einem überzeugenden Rennen die Silbermedaille auf der Deutschen Sprintmeisterschaft sichern und wurden damit an der Siegerehrung belohnt.

Das nächste A-Finale fuhr der Männer Doppelvierer, der nach einem spannenden und engen Rennen mit einer Sekunde Rückstand auf den Erstplatzierten dennoch ein gutes Rennen fuhr und auf dem 6. Platz ins Ziel kam. Alle sechs Boote des A-Finals kamen innerhalb einer Sekunde durch das Ziel gefahren, sodass man das Rennen anschließend nur mit einem Zielfoto auswerten konnte.

Im letzten A-Finale ging Reiß im Einer an den Start der extrem kurzen Sprintstrecke. Auf dieser kurzen Distanz kann einem Ruderer jeder kleinste Fehler zum Verhängnis werden und es können wertvolle Bruchteile von Sekunden verloren gehen. Reiß kam von Anfang nicht wie gewohnt in das Rennen hinein und musste vom Start weg die führenden Boote aus Scharnebeck und Hamm aufholen. Bis kurz vor dem Ziel attackierte Reiß die beiden führenden Boote, konnte sich aber über einen zufriedenstellenden dritten Platz und somit über die Bronze-Medaille der Deutschen Sprintmeisterschaft freuen.

Die „Möve“ war mit insgesamt zwei Medaillen und sogar drei A-Finalteilnahmen auf der Deutschen Sprintmeisterschaft seit Jahren nicht mehr so erfolgreich gewesen und auch die Trainer Max Schreiber und Melinda Rehner bestätigen, dass sich der Trainingsehrgeiz der letzten Wochen ausgezahlt hat und man mit der Leistung der Sportler sehr zufrieden sein kann.

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