Ergocup Kettwig 2014

Nach den Erfolgen der beiden U17-Juniorinnen Wiebke Hanack und Emma Samek auf den beiden Veranstaltungen der Deutschen Indoor Rowing Serie in Frankfurt und Ludwigshafen waren beide beim Finale in Essen-Kettwig am Start um ihre Silberposition auf der nationalen Rangliste zu verteidigen.

KettwigÜber Vorlauf und Finale mussten sich die beiden Sportlerinnen erneut über die qualvollen 1500m beweisen bis klar sein sollte, wie viele Konkurrentinnen deutschlandweit schneller waren. Die noch 14-jährige Emma Samek hatte bereits in Frankfurt mit einer Zeit von 5:26 für ein gehöriges Ausrufezeichen gesorgt, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass sie auch im nächsten Jahr in dieser Altersklasse starten darf. Groß war die Spannung vor dem entscheidenden Wettkampf, da es bei der Rangliste im Juniorenbereich um die ersten Meisterschaftsmedaillen des Deutschen Ruderverbandes geht. Krankheitsbedingt musste Samek jedoch schon etwas geschwächt anreisen, zog mit einem souveränen zweiten Platz aller Starterinnen jedoch ins Finale ein und sicherte sich hier den vierten Platz. Eigentlich schade, jedoch gelang es nur der Ruderin aus Stralsund Sameks Topzeit aus Frankfurt zu unterbieten. Für die Mühen der vergangenen Monate belohnte sich das junge Ausnahmetalent vom Main somit mit der Bronzemedallie. Im nächsten Jahr wird sie wohl auch ein gehöriges Wörtchen mitreden wollen, wenn es wieder heißt: Ready – Attention – Go !

Leichtgewicht Wiebke Hanack reiste ebenfalls mit großen Ambitionen nach Kettwig an, gelang es doch in ihrer Alters- und Gewichtsklasse bei vier Veranstaltungen nur einer Ruderin schneller zu sein. Auch sie erreichte sicher das Finale und versuchte in diesem persönliche Bestzeit zu fahren. Als der Regattasprecher den Endspurt einläutete, entbrannte zwischen vier Sportlerinnen ein packender Kampf um Edelmetall. Hanack konnte hierbei jedoch nicht mehr ganz mithalten und musste die Konkurrenz um wenige Sekunden ziehen lassen. Leider war das Finish so schnell, dass Hanacks Ranglistenzeit ins Wanken geriet, fiel und ihre 5:47 nur noch für den fünften Platz reichen sollte. Hier heißt es nun aber konsequent weiterarbeiten, um gezielt die Medaillen auf dem Wasser in Angriff zu nehmen.

Als Vertreterin der Kinderruderabteilung ging Lisa Holbrook an den Start der virtuellen 1000m-Distanz. In einem 42-Starterinnen-Feld hieß es nun für die junge Sportlerin sich zu beweisen und ihre guten Trainingsergebnisse mit ihren Konkurrentinnen zu messen. Da so viele Sportlerinnen im Rennen der 14 Jährigen Mädchen an den Start gingen, musste das Starterfeld in zwei Läufe geteilt werden, sodass Holbrook im zweiten Lauf startete. Der erste Lauf, angeführt von einer Sportlerin aus Stralsund, ging über die Bühne. Im zweiten Lauf setzte sich Holbrook nach den ersten Startschlägen an die Spitze des Feldes und konnte ihren Vorsprung auf ihre Mitstreiterinnen während des Rennens Schlag für Schlag ausbauen. Holbrook siegte im zweiten Lauf, musste sich allerdings hinter der Siegerin des ersten Laufs mit 5 Sekunden Abstand einordnen und fuhr insgesamt auf Platz zwei des großen Starterfeldes mit zwei Sekunden Abstand zur Drittplatzierten. Damit ist es Holbrook gelungen im nationalen Vergleich die zweitschnellste Zeit aller fünf Ergometerveranstaltungen der Altersklassse „Mädchen 14 Jahre“ zu belegen. Dieses deutliche Ergebnis zeigt, dass man auch weiterhin im Nachwuchsbereich mit Sportlern der "Möve" rechnen kann und lässt vor allem auf eine erfolgreiche Rudersaison hoffen, auf die man sich nun gezielt im Training vorbereiten wird.

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