Vier Medaillen für Möve-Nachwuchs
Mit drei goldenen
und einer Silbermedaille
kehrten am frühen Sonntagabend die erfolgreichen Kinderruderer des RC
Möve von der Olympiaregattastrecke an den heimischen Main zurück. Über
vier Tage maßen sich die sieben Teilnehmer aus Großauheim mit der
gesamtdeutschen Konkurrenz und erzielten beachtliche Ergebnisse.
Allen
voran war es Wiebke Hanack, die sich bei den leichtgewichtigen
13-jährigen Mädchen gegen alle Starterinnen durchsetzen konnte. Bereits
auf der Langstrecke am Freitag zeigte sie auch nach zweimaliger
Regattaunterbrechung, auf Grund von Unwettern, ihr Können und sicherte
sich in souveräner Manier
den Titel der Bundessiegerin. Ihr gleich tat es die ein Jahr ältere
Laura Meier, die für ihre Platzierung ebenfalls mit Gold gekürt wurde
und der es mit der viertschnellsten Zeit aller 23 Boote gelang, in das
sonntägige A-Finale vorzustoßen. Auch im „schweren“ Bereich hatte die
Möve mit der 13-jährigen Katrin Rehner ein heißes Eisen im Feuer. Gleich
auf drei Konkurrentinnen konnte sie über die 3000m-Distanz auffahren und
wurde für ihre Leistung bei der abendlichen Siegerehrung mit der
Silbermedaille belohnt. Eine äußerst ansprechende Vorstellung zeigte
auch der Jungendoppelzweier mit Tim Steinebach und Joshua Greenfield auf
der Langdistanz. Schnell konnte der Abstand zum vorgestarteten Boot
verkürzt werden und die erruderte Zeit ließ eine Platzierung im vorderen
Drittel des 24 Boote umfassenden Starterfelds erhoffen. Auch die
jüngsten Mövianer Manuel Plonski und Jan Kemmerer, beide Jahrgang 99,
zeigten, dass sie im Training der vergangenen Monate einen Schritt nach
vorne gemacht haben und legten die Strecke, trotz anspruchsvollem
Albano-Bojensystem, fehlerfrei zurück. Generell war hier die Devise,
dass jedes zeitlangsamere Boot eine Zugabe zur ohnehin überraschenden
Qualifikation zum Bundeswettbewerb sei. Die Zielstellung erfüllten sie
mit Bravour und ließen ein Boot hinter sich, was ihnen einen Startplatz
im vierten Finale sicherte.
Auf der 1000m-Normaldistanz erkämpfte sich Laura Meier bei böigem
Schiebewind im Finale der schnellsten Ruderinnen des Bundesgebiets einen
achtbaren fünften Platz und ließ somit 18 Starterinnen hinter sich.
Katrin Rehner verbesserte ihre Platzierung der Langstrecke in einem
packenden Rennen um einen Platz und platzierte sich insgesamt auf der
neunten Position von 23 Booten. Auf aussichtsreicher dritter Position
liegend musste sich das Großauheimer Duo Steinebach/Greenfield, durch
einen Krebs ausbremst, aus dem Kampf um die Medaillen verabschieden und
kam auf Platz 6 ins Ziel.
Ein mitreisendes Rennen zeigte die bis dato ungeschlagene Wiebke Hanack
im Einer. Im Finale der sechs schnellsten Skullerinnen war es zuerst die
Ruderin aus Brandenburg, die das Heft in die Hand nahm und sich eine
halbe Länge nach vorne schob. Hanack ließ jedoch nicht locker und zeigte
speziell auf der zweiten Streckenhälfte ihr Stehvermögen, so dass die
Konkurrentin nach der 500m-Marke abreißen lassen musste. Im Ziel hatte
Hanack ihren Vorsprung dann auf souveräne acht Sekunden ausgebaut und
sicherte sich somit den Gesamtsieg gegen die gesamtdeutsche Konkurrenz.
Groß war die Freude bei der mitgereisten Fangemeinde und den Trainern
über das Resultat und die Einladung zum Talente-Lehrgang der deutschen
Ruderjugend nach Berlin-Grünau im Oktober.
Insgesamt zeigte der Möve-Nachwuchs mit vier Top12-Platzierungen eine
hervorragende Leistung in der Breite und bestätigt den positiven Trend
innerhalb der Nachwuchsarbeit. Nach vier anstrengenden Regattatagen geht
die Rennruderabteilung nun in die wohlverdiente Sommerpause, bevor im
Herbst die Landestitel im hessischen Eschwege vergeben werden.