Regatta Gießen 2014

 

Bei großer Hitze fand die diesjährige Pfingstregatta in Gießen statt. Seit einigen Jahren wird dort samstags und sonntags über die 1000m gerudert, montags die Strecke auf die immer populärer werdende Sprintdistanz von 350m verkürzt. Die ‚Möven‘ ließen es sich nicht nehmen, ihre Stärke auf beiden Distanzen unter Beweis zu stellen. Mit insgesamt 20 Siegen gewannen wir mehr als die Hälfte unserer gemeldeten Rennen. 

GiessenSamstag ging nur Emma Samek im JF 1x B und gemeinsam mit Ann-Kathrin Müller (Wetzlar) im JF 2x B an den Start und konnte beide Rennen gewinnen. Sonntag reiste dann die restliche ‚Möve‘-Gruppe an. Bei den Kindern waren an diesem Tag leider nur die Ruderneulinge Penelope Krämer und Aliah Mereu erfolgreich, die ihre Gegnerinnen im Mädchen Doppelzweier 12/13 Jahre weit hinter sich lassen konnten. Emma konnte ihre beiden Erfolge vom Vortag wiederholen und weitere zwei Siege verbuchen. Laura Meier setzte ihren Siegeszug im Einer fort und siegte im JF 1x ALgw. Jaqueline Rehner steuerte ihrerseits noch zwei Siege im JF 1x B und im JF 4x+B in Renngemeinschaft mit Limburg bei.

Den Höhepunkt des Sonntags bildete der Sparkasse-Cup über 350m im Achter. Stolz konnten wir mit dem neuen Boot in einem 4-Boote-Feld an den Start gehen. Da auf der Lahn nur Platz für 3 Boote ist, wurden zwei Vorläufe ausgefahren, in dem die Crew mit Steuerfrau Laura Meier und den Ruderern Andreas Thiem, Daniel Thiem, Alexander Wenzel, Peter Halama, Frank Arnold, Sebastian Baus, Markus Hartung und Raphael Reiß sich als schnellster Zweitplatzierter für das Finale qualifizierte. Dort ging es dann heiß her und nach einer filmreifen Ansprache vor dem Start konnte sich der ‚Möveachter‘ vor den Bundesligisten Gießen schieben und einen beachtlichen zweiten Platz knapp hinter FRG Germania erkämpfen.

Am Montag ging es dann für alle Bootsklassen über die 350m Sprintstrecke. Dies bedeutet sehr hohe Schlagzahlen, bei maximalem Krafteinsatz und dabei muss man noch darauf achten, dass man nicht im Gebüsch landet und die Kurve vor dem Ziel optimal nutzt. Bei den Kindern ging voller Siegeslust Lisa Holbrook an den Start, die der Sonntagssiegerin nun zeigte, wer der Boss bei den Mädcheneinern der 14jährigen ist. Bei den Junioren konnte Johannes Höfling im JM 1x B Lgw am Siegersteg anlegen, genau wie Laura, die sich auf der Sprintstrecke auch nicht schlagen lässt. Im JF 2x B trafen Emma und Ann-Kathrin auf das gerade aus Hamburg angereiste erfolgreiche reine Möve-Boot mit Wiebke Hanack und Iris Slaghuis, aber hatten auch hier den Bugball erneut vorne. Die leichtgewichtigen A-Junioren Morris Rayer und Pius Reuling setzten im Doppelzweier noch einen weiteren Sieg drauf. Morris ging danach noch in einer Altersklasse höher, nämlich im Leichtgewichts Senior B Doppelzweier gemeinsam mit Konstantin Wenzel an den Start. Auch in dieser Kombination sprang ein Sieg heraus.

Der neuerdings in der Altersklasse D rudernde Master Peter Halama dominierte am Vormittag den Einer in dieser Kategorie. Gemeinsam mit unserem Präsidenten Ralf Niederreuther konnte noch der Masters-Doppelzweier C gewonnen werden. Die Senioren (bzw. die Masters, die in der Senior-Altersklasse starteten), sorgten bei den Gastgebern und dem Regattasprecher für Aufsehen. Um die Mittagszeit wurde der Sparkasse-Cup im Doppelvierer ausgetragen, der nach einem Vorlauf und einer nervenaufreibenden Wartezeit während der Auswertung des Zielfotos schließlich von der Möve-Crew Andi, Alex, Frank und Raphael gewonnen wurde. Der Einer, der Doppelzweier und der Doppelvierer werden, bei mehr als drei Meldungen, mit Vorläufen am (sehr frühen) Morgen ausgefahren. Schließlich siegte unser Mühlheimer Neuzugang Raphael im SM 1x A, dicht gefolgt vom zweitplatzierten Mövianer Alex. Hauchdünn verpasste Daniel den Einzug ins Finale, was daraufhin Vereinsintern gewesen wäre. Den SM 2x A gewannen Andreas und Raphael mit einer guten Bootslänge deutlich, wonach uns unser Gießener Konkurrent witzelnd mitteilte, dass wir nächstes Jahr Meldeverbot erhalten würden. Zum Abschluss konnte die Besetzung Andreas, Alexander, Frank und Daniel noch den SM 4x A für sich entscheiden und uns endgültig den Titel „blau-weiße Macht vom Main“, wie der Regattasprecher uns nannte, verdienen.

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